Programm/Ideensammlung Jungmannschaft 2022

Bis jetzt sind folgende Touren für das Jahr 2022 in Planung: 

-Eisklettern für Fortgeschjrittene (Februar)

-Klettern & MTB in Finale (April)

-Hochtour für Fortgeschrittene (evtl. Wilde Leck Ostgrat; Juni)

-Hochtourenkurs für Anfänger (Juli)

-Klettern im Val di Mello (September)

-Alpinklettern (Piz Badile; September)

-Klettern im Valle dell Orco (Mai oder September)

-Kletterwochenende (Fränkische Schweiz; spontan)

Eiskurs Jungmannschaft

Am 09. August 2021 begann für 12 Jungmannschaftsmitglieder ein besonderes Abenteuer: ein 3-tägiger Hochtourenkurs am Großglockner. Um halb sechs in der Früh starteten drei Autos in Richtung Süden, mit dem Ziel: der Großglockner.

Nachdem wir nach der fünfstündigen Fahrt endlich angekommen waren, starteten wir voller Motivation den Aufstieg zur Oberwalder Hütte (2923m) – und gleich mal in die falsche Richtung. Nach den anfänglichen Startschwierigkeiten waren wir dann aber auf der richtigen Fährte und begannen mit dem dreistündigen Aufstieg. Schon bald gab es die erste Überraschung: Der felsige Weg zur Hütte ging auf einmal in Eis über, sodass es für uns zum ersten Mal hieß: „Steigeisen und Pickel raus und ins Seil einbinden!“ Unsere Gruppenleiter Markus, Sevi und Matthias gaben uns gleich die erste Einführung über das Verhalten am Gletscher und schon ging es in 6er-Seilschaften weiter den steilen Schneehang hinauf, wobei unsere Lungen in der ungewohnten Höhe erstmals richtig auf die Probe gestellt wurden. Dass die Situation nicht zu unterschätzen ist, wurde uns nach einem kleinen Schreckensmoment, als ein Seilschaftsmitglied bis zu den Oberschenkeln in einer Spalte eingebrochen war, deutlich bewusst. Zum Glück reagierten alle rechtzeitig, sodass nichts weiter passierte. Pünktlich zum Abendessen erreichte der erschöpfte Trupp die Hütte und fiel nach der wohlverdienten Stärkung früh in die Betten.

Am nächsten Tag läuteten schon um halb fünf die Wecker. Nach einem schnellen Frühstück ging es im Gänsemarsch unter klarem Sternenhimmel in Richtung Mittlerer Bärenkopf. Der Anstieg war schnell geschafft, doch dann wurde es nochmal interessant: mit Steigeisen mussten wir zunächst einen felsigen, verschneiten Grat entlanglaufen. Unsere Gruppenleiter spannten uns hierfür ein Fixseil an einem T-Anker, an dem wir uns entlanghangeln konnten. Um unser Vertrauen in den T-Anker zu stärken, ließ sich unser Expeditionsleiter Markus schließlich mit voller Wucht in das Seil fallen. Es hielt - und jegliche Bedenken waren verflogen!

Danach war es nur noch ein Katzensprung zum Gipfel des Mittleren Bärenkopfs, der mit 3358 Metern für viele von uns der bisher höchste Berggipfel war. Nach einer kleinen Brotzeit und einigen Gipfelbildern wagten wir uns an den Abstieg. Dieser wurde mit einer weiteren Übung begonnen: Um das Bremsen mit dem Eispickel im Falle eines Sturzes zu üben, rutschten wir nacheinander an einem steilen Hang herunter und versuchten dabei, uns auf den Bauch zu drehen und mit dem Pickel den Sturz abzubremsen. Der weitere Rückweg führte uns durch ein Tal aus Gletscherspalten, das wir wieder in Seilschaften durchquerten. Anschließend erklommen wir gut gesichert einen extrem steilen Hang – zur Freude unserer Gruppenleiter ohne Probleme! Am frühen Nachmittag kamen wir wieder an der Oberwalder Hütte an. Obwohl dem Großteil nun eher nach Apfelstrudel und Vanilleeis in der Sonne war, konnten uns unsere Gruppenleiter noch für eine Trockenübung zur Gletscherspaltenbergung motivieren. Nach einer anschaulichen Demonstration durch unsere Kursleiter, durften wir uns unter Anleitung an der Spaltenbergung mit T-Anker, Flaschenzug und verschiedenen Knotentechniken üben. Nach diesem langen, anstrengenden Tag schlüpften alle früh ins Bettenlager, um für den nächsten Tag fit zu sein.

Der letzte Tag begann schon vor dem Morgengrauen – bereits um halb fünf befand sich unser Trupp mehr oder weniger wach on tour. In Seilschaften ging es über ein Schneefeld, das mit großen Gletscherspalten durchzogen war. Hier lernten wir, wie man Eisschrauben setzt, um einen stabilen Anker im Falle einer Bergung zu haben. Danach marschierten wir weiter in Richtung einer Anhöhe, die wir als Übungsgebiet nutzten. In mehreren Stationen, die unsere Gruppenleiter aufgebauten hatten, konnten wir das Gelernte der letzten Tage noch einmal üben: Sanduhren legen, das Gehen mit Steigeisen am steilen Hang und - als absolutes Highlight -: Eisklettern am Seil mit Eispickel und Steigeisen. Leider verdunkelte sich bald der Himmel und schwarz aufziehende Wolken bewegten uns zu einer zügigen Rückkehr zu Hütte. Dort packten wir unsere Sachen und begannen bei Nieselregen den finalen Abstieg über den felsigen Klettersteig von der Hütte ins Tal.

Als nach kurzer Zeit unverhofft die Sonne wieder herauskam, sprangen wir zum krönenden Abschluss noch zusammen in einen eisigen Bergsee.

Unser besonderer Dank geht an unsere Gruppenleiter und Organisatoren Markus Kammermeier, Matthias Gabler und Severin Hueber. Danke für drei unvergessliche Tage!

 

Jungmannschaft

Du bist interessiert an Bergsport und zwischen 18 und 29 Jahre und gerne in der Gruppe unterwegs?

Dann mach mit in der Jungmannschaft des DAV Kelheim. Die Termine findest du im jdav - Kalender.

Nicht jeder macht alles, aber insgesamt decken wir sehr viele (Bergsport-)disziplinen ab: 

Sportklettern, Alpinklettern, Hochtour, Wandern, Bouldern, MTB, Rennrad, Kajak, Skitour, Skifahren, Langlaufen, Skihochtour, Eisklettern, Canyoning, Grillen, gemütliche Hüttenabende, gelegentlicher Stammtisch

Unser Programm gestalten wir selbst, so kann sich jeder einbringen und weiterentwickeln und es kann den persönlichen Wünschen angepasst werden.

Meist sind es keine Führungstouren, außer entsprechende DAV Fachübungsleiter oder Trainer sind dabei und übernehmen die Verantwortung.

Die Termine stehen rechtzeitig im jdav - Kalender. Manche Touren erfordern gewisse Qualifikationen.

Die Jungmannschaftstouren werden gefördert durch den DAV Kelheim. Diese Unterstützung gibt es nur für (Gast-)Mitglieder der DAV Sektion Kelheim bis einschließlich 29 Jahre. Unter "der Verein"-->"Mitgliedschaft" sind die Formulare zur Mitgliedschaft zu finden.

Jungmannschaftsleiter: Severin Hueber (Kontaktdaten seht ihr, wenn ihr euch unten rechts im Mitgliederbereich anmeldet)

Beachtet auch die Touren im Sektionsprogramm, v.a. ST,SHT, AK,K, MTB etc.

Jungmannschaft 2017

Im Winter standen zahlreiche Skitourentage auf dem Programm: Kelchsau, Kelheimer Hütte, Ötztaler, Kolmsaigurn, Glocknergebiet. Highlights waren mit Sicherheit die perfekten Touren auf Hintere Schwärze, Similaun, Fineilspitze, Hochahrn und Großglockner. Etwas niedriger gings für ein paar Mitglieder der Jugend und Jungmannschaft privat in Island zum Skitourengehen (Vortrag im Rahmen der Januar Monatsversammlung).

Für die nötige Sicherheit auf den Frontalzacken gings bei guten Bedingungen auch ein paar Tage zum Eisklettern. Für die nötige Power in den Armen wurde in den Wintermonaten v.a. die vereinseigene Boulderwand gnutzt und ab und zu in die naheliegenden Kletter- und Boulderhallen gefahren im Wnter.

Neben den üblichen Kletter- und MTB-Sessions an den heimischen Felsen und auf den Trails vor der Haustüre gabs einige Mehrtagesausflüge.

Im Mai gings wie gewohnt mit ca. 15 Personen zu den Trail Days(MTB&Wandern). Diesmal aber in neuer Umgebung, in Kranjska Gora. Latsch war als Verantstaltungsort der Vorjahre definitiv besser. Trotzdem war es wie immer super, nur eben die Trails nicht ganz so gut wie im Vinschgau.

Im August stand zur Vorbereitung auf die hohen Gipfel im Wallis der Ortler über den Hintergrat auf der to do Liste. Alles lief super und wir konnten den Gipfel sogar für mindestens 30min alleine für uns in Anspruch nehmen. Da wir so früh dran waren ging es gleich ganz runter bis Sulden und eine Teilstrecke zurück gen Heimat. In Nassereith wurde genächtigt und am nächsten Tag fleißig unzählige Meter geklettert in den bestens erschlossenen Mehrseillängen Klettergärten die es dort gibt.

Gut akklimatisiert ging es kurze Zeit später ins Wallis. Wir warteten zuhause auf ein Schönwetterfenster und das gab es dann auch. Da die Felsgipfel alle ziemlich dick mit einer Eisschicht glasiert waren und wir das beim Aufstieg zum Lagginhorn selbst auskosten durften, planten wir spontan eine neue Rundtour. So wurden mit kleinem Budget die 4000er Gipfel Pollux, Castor (Überschreitung), Naso del Lyskamm und Signalkuppe eingesammelt. Den Gletscherrückgang bekamen wir hautnah mit und so standen wir zum Teil vor steilen Wänden aus Felsen und Blankeis anstatt der im ziemlich aktuellen Führer beschriebenen Firnhänge.

Die letzten sommerlichen Tage und Sonnenstrahlen wurden noch fleißig zum Sport- und Alpinklettern genutzt.